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Weihnachtsduft (Türchen Nr. 19)


Wie du herausfindest, welche Gerüche dein Hund liebt – und sie für seine Entspannung nutzen kannst

Hunde erleben die Welt vor allem über ihre Nase. Während wir Menschen rund fünf Millionen Riechzellen besitzen, hat ein Hund bis zu 250 Millionen davon! Kein Wunder also, dass Gerüche für ihn eine viel größere Bedeutung haben als für uns. Doch wusstest du, dass du genau das nutzen kannst, um deinem Hund zu mehr Entspannung zu verhelfen?

In diesem Artikel erfährst du:

  • wie du testest, welche Düfte dein Hund angenehm findet,

  • welche natürlichen Duftquellen sich eignen,

  • und wie du einen Lieblingsgeruch gezielt mit Ruhe und Entspannung verknüpfen kannst.


🐾 1. Warum Gerüche auf Hunde so stark wirken

Gerüche wirken direkt auf das limbische System im Gehirn – den Teil, der für Emotionen zuständig ist. Das gilt für Menschen, aber bei Hunden ist der Effekt noch intensiver. Ein angenehmer Duft kann also tatsächlich Wohlbefinden auslösen – genauso wie ein unangenehmer Duft Stress oder Abwehr hervorruft.

Darum lohnt es sich, herauszufinden, welche Gerüche dein Hund positiv wahrnimmt.


🌿 2. Welche Düfte eignen sich zum Testen?

Verwende ausschließlich naturbelassene, hochwertige Substanzen, frei von synthetischen Duftstoffen. Chemische Parfümöle oder billige Duftkerzen sind tabu – sie können Atemwege oder Schleimhäute reizen. Hier sind einige sanfte, sichere Ideen zum Start:

Natürliche ätherische Öle (immer stark verdünnt, z. B. 1 Tropfen auf 50 ml Wasser oder auf ein Tuch):

  • Lavendel – wirkt beruhigend und entspannend

  • Kamille – sanft und harmonisierend

  • Sandelholz – erdend, leicht süßlich

  • Zirbe – frisch, waldig, kann Geborgenheit vermitteln

  • Rose – warm, freundlich, emotional ausgleichend

Alternativ kannst du auch Tees verwenden:

  • Kamillentee

  • Melissentee

  • Rooibos oder Lindenblütentee

Einfach einen Teebeutel kurz aufgießen, abkühlen lassen und dem Hund den Beutel zum Beschnüffeln anbieten.


👃 3. So testest du, welche Gerüche dein Hund mag

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Bereite die Düfte einzeln vor. Nimm ein neutrales Baumwolltuch oder Wattepad und gib einen winzigen Tropfen des Duftöls (oder lege den abgekühlten Teebeutel darauf).

  2. Lass deinen Hund frei entscheiden. Lege die Tücher mit ausreichend Abstand zueinander auf den Boden – z. B. Lavendel, Kamille, Sandelholz usw. Beobachte, wie dein Hund reagiert:

    • Schnüffelt er interessiert, verweilt oder legt sich daneben? → positives Interesse

    • Dreht er den Kopf weg, geht zurück oder niest stark? → nicht angenehm

  3. Wiederhole den Test an verschiedenen Tagen. Hunde können je nach Stimmung unterschiedlich reagieren. Wenn ein Geruch an mehreren Tagen positiv aufgenommen wird, ist er wahrscheinlich ein Favorit.


🧘‍♀️ 4. Konditionierte Entspannung mit Duft aufbauen

Wenn du weißt, welcher Geruch deinem Hund gefällt, kannst du ihn gezielt nutzen, um Entspannung zu fördern. Das funktioniert über klassische Konditionierung – also die Verknüpfung eines neutralen Reizes (der Duft) mit einem angenehmen Zustand (Ruhe, Geborgenheit).

So gehst du vor:

  1. Wähle einen ruhigen Moment. Zum Beispiel nach dem Spaziergang oder wenn dein Hund ohnehin entspannt liegt.

  2. Bringe den Duft ins Spiel. Platziere das mit dem Lieblingsduft getränkte Tuch in der Nähe des Hundes (nicht direkt an der Nase).Lass den Duft im Raum wirken, während du leise bei ihm sitzt oder streichelst – ganz ohne Aufregung.

  3. Wiederhole das regelmäßig. Nach einigen Wiederholungen wird dein Hund den Geruch automatisch mit Ruhe und Sicherheit verknüpfen.

  4. Später gezielt einsetzen. Wenn der Hund gelernt hat, dass dieser Duft „Entspannung bedeutet“, kannst du ihn bei stressigen Situationen einsetzen – z. B. beim Tierarzt, bei Gewitter oder Autofahrten.

💡 Tipp:

Bewahre das Dufttuch in einem luftdichten Glas auf, damit der Geruch erhalten bleibt. So kannst du es immer wieder verwenden, ohne es ständig neu zu tränken.


❤️ Fazit

Mit ein wenig Geduld kannst du herausfinden, welche Düfte dein Hund liebt – und sie gezielt einsetzen, um ihm Entspannung und Sicherheit zu schenken. Wichtig ist, immer fein dosiert und respektvoll mit Gerüchen umzugehen. Die Nase des Hundes ist unglaublich empfindlich – weniger ist oft mehr.

Wenn du einmal den „Wohlfühl-Duft“ deines Hundes gefunden hast, wird er ihn bald mit einem tiefen Atemzug und einem zufriedenen Seufzen quittieren. 🐶🌸

 
 
 

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