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Weihnachtsgeschichte (Türchen Nr. 22) - 🎄 Das Weihnachtsabenteuer im Alstertal


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Im verschneiten Alstertal war die Welt still geworden. Der Schnee lag wie Puderzucker auf den Feldern, die Dächer glitzerten im Licht der Straßenlaternen, und aus den Kaminen stieg Rauch auf, der nach Holz und Vanille roch. Es war die Nacht vor Weihnachten – und alles war bereit für das Fest. Doch plötzlich hallte ein lautes Rums! durch die Winternacht. Irgendwo draußen, hinter dem alten Birkenhain, war etwas vom Himmel gefallen.

Als der Wind sich legte, war klar: Der Schlitten des Weihnachtsmanns war abgestürzt. Die Rentiere waren fort, die Geschenke verstreut, und der Schlitten halb im Schnee versunken. Der Weihnachtsmann stapfte fluchend durch den Schnee, klopfte sich den Bart sauber und murmelte: „So ein Schlamassel! Wie soll ich das bloß schaffen?“

Er griff in seine Manteltasche, zog eine kleine goldene Glocke hervor und läutete sie dreimal. Ding, ding, ding! Der Klang war hell und klar – und er rief diejenigen herbei, die im Alstertal für jedes Abenteuer zu haben waren: die Hunde der Suchtruppe.

Aus der Dunkelheit tauchten nach und nach Gestalten auf – jede mit eigenem Gang, eigener Energie, eigenem Glanz in den Augen. Vorne lief Jack, ein schlanker, eleganter Mischling mit glänzendem Fell und dieser unerschütterlichen Ruhe, die ihm den Spitznamen Gentleman Jack eingebracht hatte. Er ging aufrecht, aufmerksam, mit einem Blick, der nichts entging. „Na, mein lieber Weihnachtsmann“, sagte er höflich, „Sie sehen aus, als könnten Sie Hilfe gebrauchen.“

„Und ob!“, rief der Weihnachtsmann. „Meine Geschenke liegen überall verstreut – ohne sie wird es dieses Jahr kein Weihnachten geben!“ Jack nickte nur. „Dann verlieren wir besser keine Zeit. Freunde – ihr wisst, was zu tun ist.“

Hinter ihm tauchte Milo auf, der altdeutsche Hütehund. Groß, stattlich, klug und mit einem sanften Blick, der Welpen zum Schmelzen brachte. Er war kein Anführer im klassischen Sinn, aber einer, der immer da war, wenn’s drauf ankam – ruhig, überlegt und mit einem Gespür für das, was andere brauchten. „Ich such den Bereich Richtung Brücke ab“, sagte er. „Da könnten Spuren hinführen.“

Maggy, die Labradorhündin, trabte an seiner Seite. Eine ehrgeizige Mantrailerin, zuverlässig und fokussiert – zumindest, solange niemand Kekse in der Nähe hatte. „Ich nehme die Fährte der Rentiere auf“, sagte sie, die Nase schon tief im Schnee. „Aber wenn’s irgendwo nach Lebkuchen riecht, muss ich kurz prüfen. Rein dienstlich natürlich.“ Jack hob eine Augenbraue. „Selbstverständlich, Maggy. Nur dienstlich, na klar!.“

Dann kamen Scooby und Mika – klein, laut, vorwitzig, und gemeinsam ein unzertrennliches Chaosduo. „Wir übernehmen den linken Waldrand!“, rief Mika. „Ganz allein!“ „Na klar!“, bellte Scooby. Doch als ein Ast knackte, sprangen sie erschrocken hinter Milo. „Oder… fast allein.“ Jack schmunzelte. „Ihr zwei haltet einfach die Stimmung oben.“

Juna war wachsam und ruhig. Ihr Blick ging ständig nach allen Seiten, ihre Ohren zuckten bei jedem Geräusch. „Ich halte Wache und such nach frischen Fährten“, sagte sie. „Aber wehe, jemand nimmt mir meinen Stock, verstanden?“ Niemand widersprach.

Alma, die flinke Hütehündin, konnte kaum stillstehen. „Ich geh gleich los! Ich bin in fünf Minuten wieder da! Vielleicht auch in zwei!“ Und weg war sie – nur eine Schneespur und das leise Klackern ihrer Krallen blieben zurück.

Bonnie, die sensible Setterhündin, folgte mit weichen Bewegungen. „Ich nehm die Spur mit den Glöckchen“, meinte sie, die Nase im Wind. „Ich kann das. Ich bin ganz bei der Sache.“ Kaum hatte sie’s gesagt, raschelte ein Hase durchs Unterholz. Bonnie erstarrte, blinzelte – und atmete tief durch. „Ich bleib wirklich bei der Sache“, flüsterte sie und lief weiter.

Gemächlich kam Lotta, die Bulldog-Mix-Dame, hinterher. Souverän, ruhig, und immer so, als wüsste sie längst, was zu tun war. „Während ihr redet, fang ich schon mal an“, sagte sie nur und begann konzentriert zu schnüffeln.

Plötzlich tauchte Pietzke auf – der kleine, wuschelige Pudel, immer ein bisschen zu aufgedreht, aber mit Herz und Humor. „Ich bin da! Ich kann ziehen, schieben, buddeln – alles!“, rief er begeistert und wäre beinahe in einen Schneehaufen gerannt. „Langsam, Pietzke“, rief Jack. „Noch ist kein Rennen angesetzt.“

Ganz hinten kam Ori, die Shiba-Hündin. Ruhig, klar, und mit diesem typischen Ausdruck, als würde sie lächeln. „Ich halte Ordnung“, sagte sie gelassen. „Und wenn jemand Blödsinn macht, sag ich’s deutlich.“ Scooby und Mika sahen sich an – und nickten eifrig.

Dann begann die Suche. Maggy folgte einer Fährte, die nach Zimt und Schokolade roch. Milo überprüfte die Gegend Richtung Moor Lotta spürte unter einer alten Eiche ein leuchtendes Paket auf. Bonnie fand einen Sack voller kleiner Holzspielzeuge, und Alma sprang aufgeregt umher, bis sie die abgerissenen Schlittenkufen entdeckte.

„Hier lang!“, rief Juna, die frische Spuren im Schnee gefunden hatte. Gemeinsam folgten sie der Spur tiefer in den Wald hinein. Zwischen zwei Tannen glitzerte etwas Goldenes. „Da!“, bellte Pietzke. Sie stürmten vor – und da stand er: der Schlitten des Weihnachtsmanns, festgefroren im Schnee, umgeben von verstreuten Geschenken.

„Ho ho ho!“ Der Weihnachtsmann trat keuchend heran und lachte, als er die Hunde sah. „Ihr habt’s geschafft! Ihr habt Weihnachten gerettet!“ Er klopfte Jack auf die Schulter. „Und das mit Stil, mein Lieber!“ Jack lächelte bescheiden. „Das versteht sich von selbst.“

Und so spannte der Weihnachtsmann sie spielerisch an seinen Schlitten, nur für ein kleines Stück. Zusammen zogen sie ihn über die verschneiten Felder, unter einem Himmel voller Sterne. Unten im Tal sah man die Häuser glitzern, und wer ganz genau hinhörte, meinte, ein leises Bellen im Wind zu vernehmen – fröhlich, frei und voller Weihnachtsfreude.

Später, als alle im warmen Haus lagen, schnarchte Scooby leise, Maggy kaute im Traum, Bonnie murmelte etwas von Glöckchen, und Milo seufzte zufrieden. Jack lag ruhig am Rand, die Pfoten elegant überkreuzt, und lächelte in die Flammen. Draußen fiel der Schnee still weiter, und über dem Alstertal leuchtete ein heller Stern – für die mutigste, klügste und herzlichste Hundetruppe des Nordens.

 
 
 

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